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Cervino Ronda - Rund um das Matterhorn

Cervino Ronda - Rund um das Matterhorn

Etappe 4 (6 - 8 Stunden)

Da Wetteraussichten nicht so gut sind und diese Etappe über den erfolgreichen Abschluss der Umrundung ein wichtiger Teilabschnitt ist, und dieser auch noch lang sein soll, gehen wir schon kurz vor der Dämmerung mit Stirnlampen los.

Anscheinend wird es wieder ein schöner Tag.

Die Orientierung ist nicht so schwer und zum ersten Pass des Tages geht es wieder an Steighilfen nach oben. Neue kleine Ketten sind hier angebracht. Dann ist man am Col de la Division (3200 m)



Über den 1. Pass des Tages in 3200 m Höhe geht es vom Fels auf den Gletscher Haut Glacier Tsa de Tsan und Blick zum Punta Margherita (3900 m) wovon man auch zum Dent D'Herens (4171 m) gelangt.

Sehr schöne Aussicht, wenigstens für ein paar Minuten, denn dann kam das schlechte Wetter aus Westen mit dunklen Wolken.

Die Entscheidung war nicht leicht:
Weitergehen oder umkehren.

Hier ist die Gletscherausrüstung (Gurt, Seil, Helm, Steigeisen) anzulegen.

Wir gehen weiter!
Vorbei am Téte Blanch (3710 m) über das Col de Valpelline (3568 m) auf den Stockjigletscher. Die Sicht war ausgesprochen schlecht. man hüte sich davor, auf den Tiefmattergletscher zu gehen, denn dann kommt man nicht weit. Hier auf diesem Gletscher können wir in sehr viele und tiefe Spalten hineinsehen. Unerfahrene bekommen bei diesem Anblick das Grausen.

Die heiklen Passagen, zumindest bei schlechter Sicht, liegen hier bereits hinter uns und wir gehen in Richtung Stockji (3092 m). In einer Höhe von 3050 m bis 3040 m ist unbedingt talwärts nach rechts (östliche Richtung) zum Stöckji zu gehen, will man nicht in den Gletscherbruch gelangen.

Dort geht man bei schlechter Markierung nördlich über den kleinen Berg um dann auf der Ostseite weiter abzusteigen. Aber nicht bis auf den Tiefmattergletscher, sondern in nördliche Richtung auf die Moräne dieses Gletschers.

Noch vor dem Stöckji auf dem Gletscher werden bei Aufhellungen die folgenden Abschnitte beobachtet.

Das Wetter wird wegen der tieferen Lage unangenehmer. Aus dem Schneefall wird Regen und als Brillenträger, sind ja alle auf dem Gletscher, ist es wieder eine Option schwieriger. Dann endlich auf der Möräne ist die Orientierung kinderleicht. Aber wir wissen noch nichts von den folgenden Problemen.

Wir sehen dann zwar schon die Schönbielhütte (2694 m), doch wir müssen über die sehr steile Moräne von 2610 m auf den Gletscher bis auf 2510 mabsteigen, diesen queren (rote Punkte) und anderseitig wieder bei Sturmregen zur Hütte aufsteigen.

Immer wieder versucht man in Richtung Osten das Matterhorn zu erblicken. Aber die Sicht gibt es nicht her.

Endlich an der Hütte kann man entspannen und den zurückgelegten Weg etwas sehen. Das Wetter wird etwas besser.



Am Abend wird es freundlicher und wir können in die nächste Etappe einsehen.

Karte Etappe 4
Etappe 4
Die 4. Tagestour ist mit der dünnen scwarzen Linie und den roten Rechtecken gekennzeicht.

Achtung! Der Weg führt über Gletscher mit sehr vielen und auch tiefen Spalten!
Kenntnisse und Erfahrungen sowie der sichere Umgang mit der Ausrüstung ist notwendig.

zur nächten Etappe (Etappe 5)