190 Jahre Ehrenamt

Ehrenamt - Wir brauchen Dich

Nicht alles aus dem Leben ist für die Allgemeinheit interessant.

Ich möchte einmal als Erinnerung und als Anregung für Aktivitäten meine ehrenamtlichen Tätigkeiten aufzählen.
Nicht Jeder sieht in einer ehrenamtlichen Tätigkeit eine sinnvolle Tätigkeit, aber ohne geht es nicht.

Oft, vielleicht zu oft, gibt es Nutznießer dieser Tätigkeiten, ohne dass sich diese darüber einen Kopf zu machen.
So würde keine Gesellschaft funktionieren, wenn es z. B. keine Feuerwehr oder Rettungswesen gäbe.

Erschrocken war ich schon bei der Bestandsaufnahme der Tätigkeiten.

  • 24 Jahre aktiver Rettungsschwimmer
    viele Einsätze in Freibädern und Schwimmhalle sowie Ferien- und Trainingsfahrten
    In den Siebzigern war ich auch als Startschwimmer der Eröffnung des Hammergrundschwimmbades dabei. Das neue Freibad wurde damals vom Bauunternehmen Budimex aus Polen errichtet.
    Dieses Bauunternehmen baute das größte Glaswerk der DDR in Ilmenau.
  • 19 Jahre Übungsleiter und später hauptberuflicher Trainer im Leistungssport (Nachwuchs, diese Zeit nicht gerechnet) in der Sportart Ringen.
  • In dieser Zeit auch Kampfrichter (18 Jahre)
  • Zusätzliche Ehrenämter wie Sektionsleiter sowie stellv. Sektionsleiter der Sektion Ringen.
  • 20 Jahre (mit Unterbrechung) Mitglied eines Studentenclubs, sechs Wahlperioden als Discochef.
    Als ich damit begann, wurde zu DDR-Zeiten eine Ausbildung als 'Schallplattenunterhalter' notwendig. So absolvierte ich eben diesen Zwangslehrgang und erreichte die Mittelstufe.
    1989 ist dieser Quatsch dann weggefallen. Damals musste man offiziell als DJ 60:40 Musik auflegen (60% Ostmusik), hat wohl wenige gemacht. Außer bei Prüfung und Kontrolle.
  • 10 Jahre Schiedsmann Stadt Ilmenau
  • 5 Jahre Schöffe in einem Strafgericht
  • 26 1/2 Jahre Vorsitzender der Kletterer in Ilmenau (Herbst 1990 - April 2016)
  • bisher 32 Jahre Übungsleiter im Bergsteigen.
    Erst als Übungsleiter Bergsteigen des DWBO (DDR Kletterdachorganisation), dann Fachübungsleiter Hochtouren des DAV und jetzt Trainer B Hochtouren des DAV.
  • seit 1995 in einer anderen DAV Sektion ehrenamtlich als Ausbildungsreferent tätig.
  • seit der Abdankung als Vorsitzender der Sektion Bergclub Ilmenau des Deutschen Alpenvereins e. V. (Henkelreißer) noch als Schatzmeister zwei Jahre dabei.
  • aktuell noch als Ausbildungsreferent der Sektion Bergclub Ilmenau des Deutschen Alpenvereins e. V. (Henkelreißer) dabei.

In den letzten 15 Jahren war der Zeitaufwand bis 450 Stunden im Jahr.
Manch einer rühmt sich, wenn er 20 Stunden im Jahr macht.
Natürlich hat das Ehrenamt auch Spaß gemacht, deswegen kann man aber nicht sagen, dass es ja Vergnügen ist und nicht zählt.
Diese Argumentation kommt von denen, die eher nichts machen (Schmarotzer).
Es gab auch Situationen oder Zeitabschnitte, in denen ich mir sagte, warum mache ich dies überhaupt.
Hier muss ich argumentieren, dass, wenn man ein Amt übernommer hat, nicht einfach dieses sausen lassen kann, nur weil einem nicht mehr danach ist.
Dann gab es wieder sehr angenehme Zeiten.
Ich gehöre nicht zu der Art Menschen, die ein Helfersyndrom haben, die nur glücklich sind, wenn sie Menschen in 'Not' helfen können.
Es wäre besser, wenn sich diese mehr dafür einsetzten, dass diese Situation erst gar nicht gibt, dann wären diese aber sehr unglücklich, aber es wären viel viel weniger.

Ausdrücklich möchte ich diese Menschen loben, die denen, die ein Ehrenamt begleiten, den Rücken frei halten. Sie haben einen großen Anteil an dem Erfolg des Ehrenamtes.

Zum Schluß noch, wie es zu diesen 190 Jahren kommt.
Man rechne einfach die verschiedenen Ehrenämter zusammen, wobei ein paar kleinere weggelassen wurden.